Hundewelpen und Ihre Entwicklungsphasen
Die ersten 10 Lebenswochen eines Welpen sind schon sehr wichtig. Wenn man sich einen Welpen ins Haus holt, sollte darauf geachtet werden, dass der Hund diese ersten 10 Lebenswochen schon in ähnlicher Umgebung verbracht hat, die er auch bei Ihnen haben wird. Der Hund sollte in Ruhe aufgewachsen sein und nicht in einer dauerhaft lauten und stressigen Umgebung. Ausserdem sollte auch ein natürlicher Kontakt zum Menschen bereits vorhanden gewesen sein.
10.-12. Woche – die Sozialisierungsphase
In dieser Zeit ist es wichtig, dass der Hund Kontakt zu anderen Hunden hat. Er bekommt viele Verhaltensregeln so automatisch mit auf den Weg. Ausserdem wird in dieser Phase die Partnerschaft zwischen Mensch und Hund geprägt. Der Hund wird in dieser Phase zur Stubenreinheit erzogen (ein endgültiger Erfolg in dieser Zeit ist nicht garantiert und auch nicht zwingend erforderlich!). Der Hund soll sich an Halsband und Leine gewöhnen. Ebenso ist es sinnvoll, mit dem Hund Auto zu fahren, so dass der Hund sich auch daran gewöhnen kann.
Übungen mit dem Hund sollten nicht länger als eine Viertelstunde dauern. Und man sollte darauf achten, dass der Mensch die Übung beendet und nicht der Hund. Konsequenz und Geduld sind wichtige Begleiter!
13.-16. Woche – die Rangordnungsphase
Menschlich gesehen befindet sich der Hund jetzt im Kindergartenalter. Er muss lernen, dass er Tadel und Lob durch sein Verhalten hervorruft. Der Mensch muss sich jetzt als Autoritätsperson darstellen, dem der Hund sich unterzuordnen hat. Aber Vorsicht! Nicht mit Gewalt, sondern mit Konsequenz. Ein „Aus“ ist ein „Aus“, ebenso kann der Hund an die Begriffe „Platz“, „Sitz“ und „Komm“ herangeführt werden. Ausserdem sollte der Hund auch mal für eine ganz kurze Weile allein zu Hause gelassen werden, damit er sich auch diese Situation gewöhnen kann.
Hier finden Sie mehr zum Thema Hundeerziehung
17.-24. Woche – das Umgebungsbewußtsein
In dieser Phase sollte man dem Hund nichts Neues beibringen, sondern nur das Gelernte vertiefen. Der Hund fängt an, seinen Lebensraum zu erfassen. Jede Veränderung in diesem macht ihn nervös und ängstlich.
Ab der 20. -24. Woche wird der Hund schulreif. Er wird selbständiger und selbstbewusster. Nun benötigt er eine konsequente Erziehung und viel, viel Geduld. Nun ist der Zeitpunkt da, dem Hund das richtige Gehen an der Leine beizubringen mit Setzen, Anhalten und Wenden.
6. – 12. Monat – die Pubertät
Tja, die Pubertät. Der Hund ist da nicht anders als der Mensch. Er benimmt sich flegelhaft und testet aus, ob Sie wirklich der Rudelführer sind. Er „vergisst“ Gelerntes, um Ihre Konsequenz auf die Probe zu stellen. In dieser Zeit ist es wichtig, geduldig aber bestimmend zu sein. Die Befehle sollten nie bittend, sondern bestimmend rüberkommen. Aber Schreien ist überflüssig! Die Begriffe Geduld und Konsequenz sind in dieser Phase entscheidend. Und wenn es tröstet – haben Sie diese Zeit überstanden, dann sind die Fronten geklärt und Sie werden einen folgsamen Begleiter für den Rest seines Lebens haben!
Tags:Entwicklungsphasen bei Welpen, Hundewelpen, Pubertät, Rangordnung, Sozialisierung, Umgebungsbewußtsein, Welpen